8 extrem wichtige Barf-Regeln ohne die dein Hund nicht glücklich wird

8 extrem wichtige Barf-Regeln:

Barf-Regel 1

Benutze am besten nur frische oder zuvor tiefgefrorene Zutaten

Frische Zutaten bekommst du bei deinem Metzger des Vertrauens. Eventuell muss du dein Fleisch auch bei Ihm vorbestellen, damit er es in ausreichender Menge vorrätig hat. Hühnerfleisch oder Rindermuskelfleisch sollte kein Problem sein, aber bei Rindersaum- oder Lammfleisch wird es schon schwieriger. Saumfleisch übrigens ist das Zwergfell eines Rindes, es hat eine leicht silbrige Haut, dieses Fleisch ist sehr Vitaminreich.

Für meine Hündin Josie hat sich der Besuch beim Metzger immer gelohnt, sie musste natürlich draußen warten, aber es gab dafür immer ein Stück Fleischwurst. Viele sagen das Fleischwurst mit Knoblauch nichts für Hunde ist, aber das stimmt nicht. Hunde dürfen schon Knoblauch zu sich nehmen, nur nicht roh und nicht eine ganze Zehe. Als Pulver in Keksen oder eben in Fleischwurst , kein Thema. Aber alles nur in Maßen.

Da du aber jemand bist, der ja wenig Zeit hat, solltest du auf Frostfleisch zurückgreifen. Barfmenüs , also Fleisch mit Obst/ Gemüsemix oder Fleisch pur, bekommst du in einer großen Auswahl bei Amazon . Bei Eintreffen der Lieferung, muss es natürlich jemand in Empfang nehmen, da es sich um Tiefkühlware handelt die umgehend wieder in den Gefrierschrank muss.

Barf-Regel 2

Fleisch vorab einfrieren

Frier dein Fleisch vor dem Füttern für mindestens eine Woche bei -17° bis -20°C ein oder kaufe entsprechend eingefrorene Zutaten:

Wenn du Fleisch in größeren Mengen kaufst um es einzufrieren, dann bitte bei bis zu -20°C eine Woche im Gefrierschrank lassen, damit es vor dem Auftauen richtig Durch- gefrostet war. Und denke daran, wenn du Fleisch auftauen lässt, immer über Nacht im Kühlschrank auftauen ( egal ob für Mensch oder Tier ). So verliert es am wenigsten Fleischsaft und eventuell vorhandene Keime können sich so schlechter vermehren. Desweiteren wird das Fleisch nicht zäh und trocken. Dies gilt natürlich auch für Fisch. Du kannst natürlich auch gleich Schockgefrorene Zutaten kaufen und sie schnellst möglich wieder in den Gefrierschrank packen.

Barf-Regel 3

Achte auf die Hygiene

Achte bei der Zubereitung der Barf-Rationen auf die gleiche Hygiene wie bei deinen Speisen. Du musst das Fleisch, vor allem die Innereien, gründlich abwaschen und nach direktem Kontakt unbedingt die Hände waschen. Am besten benutzt du bei der Zubereitung Einmalhandschuhe. Wichtig sind auch geeignete Schneidbretter, auf keinem Fall Holzbretter benutzen ( Bakterien und Keimspeicher erster Güte ). Am besten eignen sich Glasplatten oder für Fleisch geeignete Kunststoffbretter mit Hygienesiegel.

Barf-Regel 4

Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen kontrollieren

Lass dir von einem Ernährungsberater oder Tierarzt den individuellen Bedarf deines Hundes an Nährstoffen, Vitaminen etc. ausrechnen. Hier kommt es darauf an, wie alt und aktiv dein Hund ist. Anhand eines Ermittlungs- Programms oder an festgelegten Bedarfszahlen kann der tägliche Bedarf errechnet werden. Dies ist äußerst wichtig, damit es nicht zu einem Nährstoff und/oder Vitamin Mangel kommt. Das kann schwerwiegende Folgen für dein Tier haben und das möchtest du sicherlich vermeiden. Der Bereich Vitamine, Nähr- Mineralstoffe etc. wird von mir noch in einem separaten Bericht erläutert.

Barf-Regel 5

Passe die Barf-Fütterung immer an die aktuelle Lebenssituation deines Hundes an

Hier muss du einmal zugrunde legen wie alt ist mein Hund, junge Tiere haben einen höheren Nahrungsbedarf als ältere. Ein junger Hund ist in der Regel aktiver ( eventuell auch Hundesport) als ein älteres Tier und benötigt unter Umständen die doppelte Futtermenge, bei gleicher Größe und gleichem Gewicht .Bei Krankheiten, Läufigkeit, Fellwechsel oder vor / nach Operationen kann sich der Futter-Bedarf deines Hundes verändern. Eventuell muss die Futtermenge je nach Situation ( wird dir vom Ernährungsberater oder Tierarzt ausgerechnet ) von dir exakt eingehalten werden .

Beispielsweise bei Diäten oder Schonkost.

Barf-Regel 6

Blut und Kot kontrollieren lassen

Lass den Kot und das Blut deines Hundes regelmäßig durch den Tierarzt kontrollieren, um eventuelle Infektionen und Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen. Das ist ganz wichtig bei der Rohfütterung ohne Nahrungsergänzungsmittel. Hier bei müssen alle wichtigen Vitamine, Nährstoffen etc. in den Zutaten sein. Deshalb kommt es auch bei Unsachgemäßer Barf-Fütterung immer wieder zu Mangelerscheinungen.

Barf-Regel 7

Knochen und Schweinefleisch Fütterung 

Füttere kein rohes Schweinefleisch und keine Schweineknochen!!!!! Es kann mit dem Aujeszkyvirus infiziert sein. Wenn du unbedingt Schweinefleisch füttern willst, dann bitte nur gekocht. Aber meiner Meinung nach solltest du darauf verzichten. Es gibt genug andere Fleischsorten, die für deinen Hund gesünder sind. Wenn du Knochen Fütterst, bitte nur in geringer Menge, damit es nicht zu Verstopfungen kommt. Knochen jeglicher Art bitte nicht vorher Kochen, denn dadurch erhöhst nur die bereits bestehende Splittergefahr.

Es gibt gute Alternativen zu Knochen, wie z.B. gewolfte Hühnerhälse oder Knochenmehl.

Barf-Regel 8

Barfe mit Verstand

Eine artgerechte Ernährung durch Barfen ist bei Hunden bei sachgerechter Zubereitung möglich. Jedoch besteht die Gefahr von Mangelernährung durch eine falsche Zusammensetzung und das Risiko einer Infektion über Krankheitserreger im rohen Fleisch. Eine fachliche Beratung, Hygiene und sachgerechte Zubereitung sind daher nötig. Also Barfe mit Verstand, dein Hund wird es dir danken.