Hund richtig barfen auch bei wenig Zeit

Barfen, aber keine Zeit?

 

Hund richtig barfen – auch bei wenig Zeit möglich!

Hund richtig barfen – auch bei wenig Zeit möglich! Wie man es schaffen kann

 

Das Barfen kommt immer mehr in Mode. Viele Hundebesitzer machen sich Gedanken darum, was eigentlich in dem industriell hergestellten Hundefutter enthalten ist und ob es nicht bessere Alterativen für ihren Liebling gibt. Vielleicht geht es dir genauso, du bist aber gleichzeitig zeitlich sehr eingespannt. Dann kann dir folgender schnell und leicht umzusetzender 5-Schritte-Plan weiterhelfen, trotz Zeitmangel deinem Hund das Beste zu geben – nämlich biologisch artgerechte Rohfütterung, kurz BARF.

 

Schritt 1: Welchen Hund hast du?

 

Diese Frage scheint banal, muss aber zunächst geklärt werden. Abhängig von Alter, Größe und Aktivitätsgrad des Hundes musst du auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen. Hast du z.B. einen Labrador Welpen, dann lege ich dir u.a. noch diese Website über die Erziehung von Labrador Welpen ans Herz. Natürlich gehts dort auch um Zufütterung & Co.

 

Schritt 2: Den Speiseplan ausarbeiten, um deinen Hund richtig zu barfen

 

Entgegen der landläufigen Meinung reicht es nicht aus, wenn du deinem Hund ein paar rohe Fleischstücke hinwirfst. Zu einem ausgewogenen Speiseplan gehören daneben auch Obst, Gemüse, Knochen und Öle.

Doch zweifellos ist die Fleischfütterung der komplexeste Teil der Fütterung. Grundsätzlich kannst du hier alles verfüttern, was du als Mensch und bester Freund deines Hundes auch essen würdest. Rindergulasch eignet sich gut, wenn du dich gerade erst daran versuchst, deinen Hund richtig zu barfen. Aber auch Lammfleisch, Pute, Truthahn oder Kalbfleisch sind geeignet. Zum Wohl deines Hundes solltest du darauf achten, Pute, Huhn, Lamm, Rind, Wild, Pferd, Schweinefleisch und Fisch immer durchgegart oder gebraten zu füttern.

Dazu kommen, um deinen Hund richtig zu barfen, auf den Speiseplan noch tierische Nebenerzeugnisse, wie Herz, Lunge, Mägen und andere Innereien.

Doch wie viel von allem? Als Grundregel gilt, dass der Hund am Tag etwa 2% seines Körpergewichts an Nahrung aufnehmen soll. Für Welpen bis zur 12. Woche gilt die Regel von 7% des aktuellen Körpergewichts. Daneben solltest du aber auch nicht vergessen, dass jeder Hund anders ist. Nur durch gute Beobachtung deines Hundes lässt sich so feststellen, ob er in Abhängigkeit von Faktoren wie Alter, Gewicht, Größe und Aktivität genug oder zu wenig Nahrung bekommt. Kranke Hunde haben ebenso spezielle Bedürfnisse wie ältere Hunde, die in der Regel aufgrund verminderter Aktivität weniger Futter benötigen. Etwa 20% der so ermittelten Tagesration sollten pflanzliche Anteile sein, der Rest muss aus Fleisch, Fisch, Innereien und Knochen bestehen.

Deinen Hund richtig zu barfen klingt für dich vielleicht aufwendig und teuer. Doch das ist es nicht. In Schlachthöfen und diversen Shops im Internet findet man preiswertes Fleisch von hoher Qualität und wenn du beim Kauf von Obst und Gemüse auf Saisonware achtest oder auf dem Wochenmarkt frisch einkaufst, sparst du ebenfalls. Auch die Wahl der Fleischsorte hat Auswirkungen auf die Kosten, die du für das richtige Barfen deines Hundes aufwenden musst. Im Übrigen sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt, etwa wenn es um das Anpflanzen guter Kräuter geht. Ein Barf Menü ist damit vielleicht etwas teurer als das Billigfutter vom Discounter, jedoch nicht teurer als ein gutes hochwertiges Nassfutter, dabei aber für deinen Hund wesentlich gesünder und bekömmlicher.

 

Schritt 3: Das Menü zubereiten

 

Du hast dich informiert und die Zutaten besorgt und stehst nun vor der Herausforderung, deinem Hund ein leckeres Menü zuzubereiten. Wenn du ein paar grundlegende Dinge beachtest, ist auch das kein Problem.

Eine ausgewogene Versorgung mit Mineralien (Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Natrium) und Spurenelementen (Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Jod), fettlöslichen (Vitamin A, E und D) und wasserlöslichen Vitaminen sollte am besten mithilfe einer computergestützten Rationsberechnung, z.B. durch den Tierarzt, überprüft bzw. zusammengestellt werden. So kann man auch als Barf-Einsteiger sicher gehen, dass der Hund optimal versorgt wird. Es ist empfehlenswert, in regelmäßigen Abständen ein großes Blutbild von deinem Hund anfertigen zu lassen, um zu sehen, ob er gut versorgt ist.

Knochen sollten wegen der erhöhten Splittergefahr weder gekocht noch gegart werden, da sie dann leichter splittern. Tiere die gewohnheitsmäßig eher schnell das Fressen in sich rein schlingen sollten aus Sicherheitsgründen besser nicht mit Knochen gefüttert werden. Außerdem solltest du beachten, dass manche Knochenarten wie etwa Kalbsknochen viel Kalzium enthalten und daher zur Vermeidung einer Kalziumüberversorgung nicht mehr als 3-5% der Futterration ausmachen sollten, um deinen Hund richtig zu barfen.

Achte außerdem darauf, Fisch und Geflügel nicht roh zu verfüttern, sondern nur gut durchgegart, um eine Ansteckung mit Salmonellen zu verhindern. Bei der Bestimmung der richtigen Fischration solltest du auch berücksichtigen, dass Fisch Enzyme enthält, die das Vitamin B 1 (Thiamin) zerstören, was zu Thiaminmangel führen kann. Auf eine ausreichende anderweitige Zufuhr dieses Vitamins muss daher geachtet werden.

Gemüse kann roh, aber auch püriert gegeben werden. Wird es vorher zerkleinert, erhöht dies die Aufnahme der wasserlöslichen Vitamine im Organismus. Hier ist zudem besondere Vorsicht geboten, denn nicht alle Gemüsesorten eignen sich für das richtige Barfen deines Hundes. Um deinen Hund richtig zu barfen, solltest du besser auf Folgendes verzichten:

 

  • Zwiebeln und Knoblauch sowie andere Laucharten aufgrund ihrer toxischen Wirkung
  • Avocado, die für den Menschen zwar ungefährlich ist, für deinen Hund jedoch giftig
  • Paprika, Tomate, Aubergine und Kartoffel wegen dem darin enthaltenen Solanin
  • Weintrauben und Rosinen und natürlich
  • Schokolade

 

Denke außerdem daran, den Futterrationen zur Deckung des Bedarfs an essentiellen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren abwechselnd verschiedene Öle zuzusetzen. Öl fördert zusätzlich die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. Es ist bis zu einem Monat haltbar und kann daher gut aufbewahrt werden.

 

Schritt 4: Wie lange dauert das alles?

 

Wahrscheinlich fragst du es dich schon die ganze Zeit: Wie sollst du es trotz deines vollen Zeitplans noch schaffen, deinen Hund richtig zu barfen? Tatsächlich erfordert die Herstellung eigener Barfmenüs schon einiges an Zeit. Doch es gibt Lösungen, die auch dem eiligen Hundebesitzer ermöglichen, seinen Hund richtig zu barfen. Der Markt hat sich längst entsprechend der Nachfrage angepasst. Barfmenüs kannst du mittlerweile in Barfshops fertig tiefgefroren kaufen. Diese enthalten bereits vorgefertigtes und portioniertes Fleisch, abgepackt in verschiedenen Portionsgrößen und so individuell auf die Bedürfnisse deines Hundes anpassbar. So brauchst du dich nicht mehr um die optimale Zusammenstellung des Menüs zu kümmern, sondern fügst nur noch ein Öl und ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel hinzu. Auch der Gang zum Händler erübrigt sich, denn Barfmenüs kannst du auch im Internet bestellen. So geht das richtige Barfen deines Hundes blitzschnell: fertiges Barfmenü im Kühlschrank auftauen, in den Napf damit, und fertig. Einfacher kann es nicht sein, deinen Hund richtig zu barfen.

 

Schritt 5: Häufige Fütterungsfehler vermeiden und den Hund richtig barfen

 

Wenn du dich ausreichend informierst und dich Schritt für Schritt heranwagst, schaffst du es sicher, deinen Hund richtig zu barfen. Achte auf abwechslungsreiche Fleischfütterung, anstatt deinen Hund zum Beispiel nur eine Sorte Fleisch zu füttern. Bei Rohfleischfütterung kann es zu einem Kalziummangel oder zu einer Kalzium- oder Phosphorüberversorgung kommen. Sorge daher dafür, dass dein Hund neben dem reinen Fleisch auch Knochen, Innereien und anderen Nebenbestandteile erhält. Außerdem ist in der Praxis häufig ein Mangel an Spurenelementen (z.B. Zink, Kupfer und Jod) festzustellen. Bei großen Mengen an Leber in der Futterration kann eine Überversorgung mit Vitamin A auftreten.

Bei Knochenfütterung besteht die Gefahr, dass Magen- bzw. Darmschleimhaut verletzt werden. Außerdem führt eine übermäßige Knochenfütterung zu einem schädlichen Calciumüberfluss, was zu Knochenkot oder Verstopfung führen kann.

Durch Fütterung mit rohem Fleisch können Krankheitserreger übertragen werden, deswegen achte hier auf gute Qualität und verfüttere manche Fleischsorten wie Geflügel nie roh. Schweinefleisch darf wegen der Ansteckungsgefahr mit der Aujeszky Krankheit nicht (zumindest nicht roh) verfüttert werden.

Und am Schluss der wichtigste Tipp: Verzweifele nicht, auch wenn es dir am Anfang wie eine unmenschliche Aufgabe vorkommt, deinen Hund richtig zu barfen. Du kannst es schaffen, auch wenn du wenig Zeit hast. Dein Hund wird es dir mit guter Gesundheit danken.

 

Autor: A-361557 by Textbroker

 

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